Pfarrgemeinde St. Otger

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Hilgenbergkapelle, Tillystraße 25

Hilgenbergkapelle Außenansicht

Geschichte

Die Geschichte der Hilgenbergkapelle geht bis ins Mittelalter zurück. Die Inschrift des Balkens, die als erster schriftlicher Hinweis entdeckt wurde, lautet: "Christus Jesus und die Jungfrau Maria sind unser (Schutz) in Gefahr" und wurde auf um 1525 datiert. Unter Fürstbischof von Plettenberg wurde die Kapelle 1695 neu erbaut und 1738 erweitert. Raesfelder MadonnaDie Wallfahrt hatte sich aus einer speziellen Andachtsform, einer Prozession am Osterdienstag von der Stadtlohner Kirche zur Hilgenbergkapelle, entwickelt. Ab da kamen auch Prozessionen von außerhalb, zunächst aus Vreden, Gescher und Südlohn. Die Berichte von acht Wunderheilungen in den Jahren 1739 - 1749 ließen die Anzahl der Pilger in der Mutter-Gottes-Kapelle deutlich anwachsen. Der Hilgenberg war Ziel vieler Wallfahrer aus dem Münsterland und den Niederlanden. 1886 wurde das Gnadenbild gestohlen. WWW.WO-BIST-DU-MARIA.DEDer Diebstahl wurde nie aufgeklärt, der Strom der Wallfahrer ebbte ab. Jetzt dient als Marienbild die "Raesfelder Madonna", eine Holzskulptur aus dem 15. Jahrhundert. Sie ist eine Dauerleihgabe des Bistums Münster. Zur Skulptur-Biennale 2005 schuf Kirsten Kaiser aus Münster "www.wo-bist-du-maria.de". Die Skulptur nimmt die Geschichte der verschwundenen Madonna der Hilgenbergkapelle wieder auf. Durch farbliche Akzente der durchscheinenden Kugeln wird in der Ansicht schemenhaft eine Figur sichtbar. Es ist nur eine Silhouette, die der gestohlenen Maria ahnelt. Sie ist durch den Farbkontrast erkennbar, aber nicht greifbar. Auf der Internetseite www.wo-bist-du-maria.de können gleichzeitig Informationen zur Geschichte und zum vielleicht möglichen Verbleib der Madonna gesammelt und verglichen werden.

Innenraum der Hilgenbergkapelle

Weitere Ausstattung

Der Altaraufsatz ist mit Medaillons besetzt. Während die linken Medaillons die Gesetze des gloreichen Rosenkranzes zeigen, zeigen die rechten Medaillons die schmerzhalften Gesätze des Rosenkranzes. Vor dem Altaraufbau thront die jetzige Madonna. Der Tabernakel stammt aus dem Jahre 1945 und ist mit der Krippe verziert. Sie steht auf vier Köpfe, die die vier Evangelisten symbolisieren. Der Düsseldorfer Künstler J. Pechau schuf den Kreuzweg, der sich an den Längswänden befindet. Im Mai 1988 wurde das Lamm aus Bronze eingeweiht. Nach einem Brand wurde das Innere der Kapelle 2008 gründlich gereinigt und teilrenoviert.

Gottesdienste

Gerne wird die Hilgenbergkapelle für Trauungen und Ehejubiläen genutzt. Die Zeiten der regelmäßigen Gottesdienste in der Hilgenbergkapelle finden Sie unter der Rubrik Gottesdienste. Besondere Gottedienste werden in den aktuellen Hinweisen 'Diese Woche' bekanntgegeben.